Kurze Filme.

Lange Feiern.

Im Anschluss:

Jahcoozilive

(bpitch control)

(disko b/out|here rec.)

Dala DalaDJ Set

(munich/out|here rec.)

Einlass:

20.30 Uhr

Beginn:

21:00 Uhr

Eintritt:

Film+Konzert+Fest 12.- Euro

Nur Konzert+Fest     8.- Euro


FILMPROGRAMM#4
     tl_drehmomente/inhalte/tmp/pfeil_orange_r.gif Zum Musikprogramm#4

Beginn: 21:00 Uhr

 

 
HARVIE KRUMPET
Animationsfilm (Australien, 2003)

23'00''  

 

Academy Award (Oscar) 2003 (Bester animierter Kurzfilm)
ANIMADRID, Madrid 2003 (Bester Animationsfilm)
Kurzfilmfest Hamburg 2004 (Publikumspreis)  








"Life is like a cigarette. Smoke it to the butt...". Das, meine Damen und Herren, ist die Königsklasse der Kurzfilmkunst: ein ganzes Leben in zwanzig Minuten erzählen...und dabei einen großen Film machen...Zuerst kämpft der polnische Auswanderer Harvek Milos Krumpetzki darum, in seiner neuen Heimat Australien überhaupt ein Leben zu haben. Am Ende kämpft er nur noch darum, es nicht zu verlieren...Die Geschichte vom Downunder-Dog, der, obwohl menschlicher Punching-Ball des Schicksals, das Lebensprinzip des "Carpe Diem" voll ausschöpft, hat mehr tiefgreifende Weisheit und tränenrührende Schönheit als mancher abendfüllende Autorenfilm. Dabei beweist Regisseur Adam Elliot, dass über den Anderen zu lachen auch eine Form von Mitgefühl sein kann. Völlig zurecht erhielt dieses Wunderwerk von einem Film 2003 den Oscar als bester Animationsstreifen...Die einnehmende Erzählstimme gehört übrigens dem australischen Schauspieler Geoffrey Rush, der den Meisten noch als Kapitän Barbossa aus der Pirates of the Carribean-Reihe bekannt sein dürfte.
Dass Rush eine Menge von gutem Sprechen versteht, bewies er zuletzt unter anderem als "Königsflüsterer" in dem Oscar-prämierten Meisterwerk The King's Speech.


 

 

Regie/Buch: Adam Elliot  


 

ONE NIGHT STAND
Kurzfilm
(Großbritannien 2010) 

4’50’  







Verzeihung, aber es ist einfach Zeit für Zoten: Hier geht es erst drüber. Dann drunter. Bei der Zeitgeistformel vom One night stand liegt die Betonung ganz klar nicht nur auf one sondern eben auch auf night...der ungeordnete Rückzug einer Beischläferin wird in diesem kleinen, aber perfekt inszenierten Filmjuwel zum Psychothriller...denn auch die Wirkung der härtesten Flüssig-Narkotika lässt irgendwann nach...und zwar im gleichen Maße mit dem der Anspruch an zwischenmenschliches Miteinander wieder auf Normalmaß steigt. Da braucht es naturgemäß nicht viele Worte. Wer trotzdem Verständnisschwierigkeiten hat, dem sei gesagt: Good morning und Good Night.

 

 

Regie: Jack Tew / Dave Humphreys 

 

 

WASP
Kurzspielfilm  (Großbritannien, 2003) 
25’00’’  


Academy Award (Oscar) 2005 (Bester Kurzfilm)
Oberhausener Kurzfilmtage 2004 (Großer Preis der Jury)
Sundance Filmfestival 2005 (Short Filmmaking Award)





Zoë ist 23 Jahre alt, hat vier Kinder, Ärger mit den Nachbarn...und kein Geld. Menschen wie sie stehen im kalten Schatten, wenn von Cool Britain die Rede ist. In der trostlosen Vorstadthölle einer namenlosen englischen Arbeitersiedlung beschränken sich die Träume auf Zeitungsfetzen am Kühlschrank...in diesem Falle einen mit dem Porträt des makellosen Edel-Kickers David Beckham darauf. Als dessen smarter Namensvetter David auftaucht, Zoës Jugendflamme, scheint zumindest ein kurzer Ausbruch aus dem dunkelgrauen Alltag möglich...Stattdessen beginnt ein Marathon des Fremdschämens, der aber immer auch Platz für echte Empathie lässt. Denn die Verzweiflung einer Frau, die eben noch Kind war, ist hier derart greifbar, dass man auch das an Kindesmisshandlung grenzende Fehlverhalten der überforderten Mutter als unumstößlich menschlich begreift.  

 

Real-sozialistische Film-Poesie, so beschrieb der britische Guardian den großartigen Kurzspielfilm.
 

Kurz nach dem Oscar-Gewinn für Wasp hat Regisseurin und Drehbuchautorin Andrea Arnold mit ihrem Spielfilmdebüt Red Road beim Festival in Cannes 2006 erneut für Furore gesorgt und den renommierten Großen Preis der Jury erhalten. 

Mit Fish Tank wiederholte sie 2010 diesen Erfolg. Das Drama wurde zudem mit dem britischen BAFTA-Award für den besten britischen Film ausgezeichnet.

 

Im Netz: http://en.wikipedia.org/wiki/Wasp_%28film%29

 

 

Buch/Regie: Andrea Arnold 


 

UNDERGROUND ODYSSEY
Kurzfilm (Deutschland, 2010) 
6’00’’

 

Prädikat der Deutsche Film- und Medienbewertung "Besonders wertvoll"
Deutscher Kurzfilmpreis (Kategorie "Kurzfilme bis 7 Minuten")





Odysseus, Achilles, Hector, Agamemnon - alles Gangster, die griechischen Prügelknaben...wofür Homer über 12000 Verse brauchte, das wird hier in einer knappen Minute erledigt...der Weg zweier pomadiger Gangster durch eine Tiefgarage wird in Underground Odyssey zum Sprint durch die griechische Mythologie...großartige Charakterdarsteller in grobkörniger, reduzierter Schwarz-weiss-Ästhetik gepaart mit grundsympatischer Kölscher Mundart in passend epischer Breite - so wird Schönheit ohne Haken und Ösen auf Zelluloid gebannt. Der Zugang zum antiken Bildungsgut bewegt sich hier hart an der Grenze zur Respektlosigkeit - und doch ist sich der Zuschauer am Ende nicht mehr sicher, ob es auch den größten Helden am Ende nicht doch immer nur um das Eine ging, nämlich - Zitat - ums Poppen.

 

 

Regie: Christos Dassios / Uli Grohs / Robert Nacken
Darsteller: Ines Szczerbinski / Christos Dassios / Robert Nacken
Buch: Christos Dassios / Uli Grohs

 


 

THIS WAY UP
Animationsfilm
(Großbritannien, 2008)
8’00’’  

 

Academy Awards (Oscar) 2008 ("Bester animierter Kurzfilm" Nominee)





Im Namen des Vaters und des Sohnes...eine ältere Dame segnet das Zeitliche und ein kleines Familienunternehmen tritt auf den Plan...doch der Leichenwagen überlebt seinen eingesargten Fahrgast nur kurz...durch eine teuflische Verquickung von Umständen gestaltet sich der letzte Weg der Verblichenen nun überaus schwierig...auch in diesem meisterhaften Animationsfilm geht es um eine Odyssee, und die führt zwei Leichenbestatter mit ihrer sensiblen Fracht buchstäblich ans Ende der Welt...britisch schwarz ist hier der Humor, aber zu keiner Zeit setzt das Regie-Duo Smith&Foulkes krude Gewalt als dramaturgischer Holzhammer ein..technisch brilliant, erzählerisch mitreissend - manchmal verdeutlichen eben doch Stereotypen am besten, warum eine Sache einfach gut ist...

 

Im Netz: Rezension der Londoner Sunday Times


Buch/Regie: Adam Smith / Allan Foulkes

 

 

KIWI!
Animationsfilm
  (USA, 2006) 
3’09’’ min





Was man weiß: der Kiwi (auch: Schnepfenstrauss), das Nationaltier Neuseelands, kann nicht fliegen. Was man aber nicht so genau weiß, ist, ob Kiwis vom Fliegen träumen. Zumindest ein beherzter Vertreter der benachteiligten Vogelart lehnt sich in dieser Trickfilmperle gegen die Ungerechtigkeiten der Evolution auf...und benagelt die Flanke eines hohen Berges mit Bäumen...der Sinn dieses mühevollen Unterfangens erschließt sich erst, wenn am Ende der Vogel schräg wird...alle Taschentücher raus, es darf herzhaft geweint werden...

 

Kiwi! war 2006 Dony Permedis Abschlussarbeit an der New Yorker School of Visual Arts und wurde mit mehr als 6,5 Millionen Klicks allein in seinem Erscheinungsjahr zu einem Riesenhit auf der Internetplattform youtube. Wer den Film dort bereits gesehen hat, weiß, dass es sich ein weiteres Mal allemal lohnt...

 

 

Regie/Produktion: Dony Permedi

21-05-11

DREHMOMENTE feiern die großen kleinen Filme im Doppelkegel der BMW WELT- eine Stunde Kurzfilmrolle, eine Nacht Musik...immer genauso verdreht wie der Spielort. Und immer genauso besonders.

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Vorschau & Rückblick

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von
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