Kurze Filme.

Lange Feiern.

Kurzfilmrolle:

"Grauzone"

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"Die Traurigen werden geschlachtet,
die Welt wird lustig.

Die Bösen werden geschlachtet,
die Welt wird gut."

(Grauzone, "Schlachtet")

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Einlass/Beginn Filmprogramm:

20.30 Uhr/21.00 Uhr

Einlass Konzert&Fest:

22.00 Uhr

Eintritt:

Filme+Konzert 12,-


FILMPROGRAMM#9
         Zum Musikprogramm#9

Beginn: 20.30 Uhr

 

 
Bosko - Congo Jazz
Animationsfilm (U.S.A., 1930)
6'20''  

 






Dieser kleine Musikfilm war einer der ersten der langjährigen und sehr erfolgreichen Zeichentrickreihe rund um den Cartoon-Charakter Bosko. Die einflussreichen Animatoren Hugh Harman und Rudolf Irsing, die beide lange als Zeichner für die Walt Disney- und Universal-Studios verpflichtet gewesen waren, legten mit der quirrligen Zeichentrickfigur den Grundstein ihres eigenen Filmimperiums, das später auch die Animationsstudios von Warner Bros. und MGM umfasste.

In den ersten Filmen der Reihe wird Bosko vor allem durch seinen überspitzten Dialekt noch deutlich als Stereotyp des "southern negro" inszeniert...diese für heutiges Geschmacksempfinden rassistische Typenzuweisung ging im Laufe der Jahre allerdings verloren.

Mit Filmen wie "Congo Jazz" wollten Harman und Irsing vor allem zeigen, wie weit die Möglichkeiten der Tonsynchronisierung im Bereich des Animationsfilms reichten - und das nur zwei Jahre nach dem ersten abendfüllenden Tonfilm "The Jazz Singer".

 

 

Regie: Hugh Harman / Rudolf Ising 

 

Im Netz: http://en.wikipedia.org/wiki/Bosko

  

 
Hochbetrieb
Kurzfilm (Deutschland, 2001)
5'00''  

 






In bester Tradition der hoch-artistischen Slapstickfilme des jungen Hollywood-Kinos inszeniert der Visual-Effects-Spezialist Andreas Krein mit "Hochbetrieb" eine atemberaubende Verfolgungsjagd in schwindelerregender Höhe...deutlich eine Homamge an Stunt-Komödianten wie Harold LLoyd oder Buster Keaton wird hier zugleich eine alte Filmmetapher virtuos aufgegriffen...denn der Hollywoodfilm der 1920er und 1930er bot eine Fülle von nervenzerreissenden "Höhenszenen" vor den Kulissen der überall rasend wachsenden urbanen Skylines...der exzessive Bauboom der Zeit wurde so bildlich mit dem ständig drohenden "Absturz" in harten Kontrast gesetzt...den dann die Weltwirtschaftskrise von 1929 tatsächlich und mit Wucht bringen sollte...

 

 

Regie: Andreas Krein 
Darsteller: Roman Knizka (Lehrling), Hans Martin Stier (Meister)

 

Im Netz: http://www.arte.tv/de/342888,CmC=342898.html

 


 
Keine Angst vor dem Atom
Kurzfilm (Deutschland, 2007)

2'10''  

 







Biedere Lehrfilme, in denen groteske Lobbymaskottchen grenzdebile Idiotenpädgogik vorbringen, gehören fest ins kollektive Kulturinventar westlicher Industrienationen der Zeit zwischen 1930 und 1960...ob Zigaretten, Handfeuerwaffen oder die zweifelhaften Segnungen der Atomenergie - keine technisch-industrielle Leistung, deren augenkundig lebensbedrohliches Potential sich nicht durch den Einsatz klebrig-süßer Pseudoargumentationen aus den Gehirnen des dankbaren Zuschauers waschen hätten lassen. "Keine Angst vorm Atom" treibt die Verblödungsmechanismen industrieabhängiger "Aufklärungsarbeit" mit morbidem Charme auf die Spitze...und am Schluss gibt's für alle Süßes, nicht Saures...

 


Regie: Till Penzek, Jon Frickey


 
Invasion of the planet earth
Kurzfilm (Deutschland, 2004)

12'00''  

 

 

FBW-Prädikat: "Besonders wertvoll"

 






Manchmal ist, das, was wir für Science Fiction halten, schon längst passiert...und keiner hat es gemerkt...die Landung einer ausserirdischen Invasorenmacht gestaltet sich aufgrund eines gut nachvollziehbaren Missverständnisses in diesem feinen Kurzfilm überraschend unblutig...vielleicht sind aber auch die Menschen eben doch nicht die wahren Herrscher des blauen Planeten...eine großartige Satire auf die Lächerlichkeit militärischen Protokolls und die Fallstricke kolonialen Herrschaftsdenkens...Widerstand ist zwecklos... 

 

 

Regie: Moritz Langer 

 
Spielzeugland
Kurzfilm (Deutschland, 2007)
14'00''  


Acadamy Award "Oscar" Bester Kurzfilm 2009
Valladolid International Film Festival Hauptpreis 2007
Short Shorts Filmfestival Tokio Publikumspreis 2008

Alpinale Voralberg Goldenes Einhorn 2008
Bamberger Kurzfilmtage 2. Platz 2008

 






"Spielzeugland" ist die Geschichte einer folgenschweren Notlüge...porträtiert wird dabei eine deutsch-jüdische Freundschaft zur Zeit der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Schonungslos und doch mitfühlend gelang dabei dem Berliner Filmemacher Jochen Alexander Freydank eine eindrückliche Schilderung der deutschen Verdrängungs- und Selbstbetrugsmechanismen im Angesicht des Holocaust.


Nachdem der Film in Deutschland zunächst wenig Aufmerksamkeit erhielt, gelang "Spielzeugland" im Ausland bald der verdiente Durchbruch...in nur fünf Tagen mit einem Budget von 30.000 Euro realisiert eroberte das Meisterwerk schließlich mit der Auszeichnung durch die Filmakademie in Hollywood 2009 auch den Olymp der Filmindustrie.

 

Buch/Regie: Jochen Alexander Freydank 

 

  

 
458nm
Animationsfilm (Deutschland 2006)
6'50''  


Ars Electronica Goldene Nica 2006
33. Siggraph Festival Sonderpreis der Jury
Mundos Digitales Animation Festival (A Coruña) Bester Kurzfilm 2006 






Auch Schnecken können Quickies haben...das zeigt dieser weit gereiste und mit Preisen überhäufte Animationsfilm...großartig werden hier neueste digitale Produktionstechniken mit der klassischer Gothic-Industrieästhetik verschmolzen...das Ergebnis ist eine bildgewaltige Liebeserklärung an die Langsamkeit...mit einer leicht bitteren Fußnote...Carpe diem, Freunde...

 

 

Regie/Realisation: Jan Bitzer / Ilija Brunck / Tom Weber 

 

  

 
Arachmaninoff
Animationsfilm (Deutschland 2010)
5'34''  


Cinanima - International Animated Film Festival Espinho, Portugal Bester Soundtrack 2011
  






"Itsy bitsy spider went down the sounding board. Down came the hammer and striked the spider's chord."

 

Dass dieser meisterhafte Experimentalfilm erst René Langes Abschlussarbeit an der legendären Potsdamer HFF Konrad Wolff gewesen ist, lässt auf eine große Zukunft für den jungen Filmemacher schließen. Unweigerlich wird der Zuschauer an die Großen der düsteren Kurzfilmkunst wie die geradezu mysthisch verehrten Brothers Quay erinnert...und dennoch gibt es am Ende ausreichend zu lachen...

 

 

Regie/Realisation: René Lange
Musik: Daniel Regenberg

 

  

 
The facts in the case of Mr. Hollow
Experimtenalfilm (Kanada, 2008)
6'00''  


Puchon International Fantastic Film Festival Großer Preis der Jury
Sitges International Filmfest Catalonia
Bester Animationsfilm 2008

 






Das Entsetzen liegt im Detail...ein zunächst unverdächtiges Foto, entstanden irgendwann in den 1930er Jahren, wird während der filmischen Vivisektion lebendig und beginnt, eine blutige und verstörende Geschichte von Mord und Entfühung zu erzählen...die Kunst des bewegten Bildes verhaftet am statischen Foto...und doch beginnt sich alles bald zu verschieben, Erzählungen, Erwartungen, Empfindungen...Liebe auf den ersten Blick - Hass auf den zweiten...

 

 

Regie/Realisation: Rodrigo Gudino / Vincent Marcone

 

 

 
Minnie the Moocher
Animationsfilm (U.S.A., 1932)

7'50''  

 






Wahrlich wenige Zeichentrick-Charaktere können von sich behaupten, zu prägenden Sex-Ikonen geworden zu sein..."Betty Boop", die 1930 in den Max Fleischer-Studios (zunächst noch in Gestalt eines vermenschlichten Pudels) das Licht der Filmwelt erblickte, symbolisierte wie kaum eine andere Leinwandheldin den Stereotyp des naiven "It Girls" der 1930er-Jahre...mit den Filmreihen "Talkkartoon" und "Betty Boop" bot sich den Fleischer-Studios, einem der Großkonkurrenten zum aufstrebenden Disney-Konzern, die Möglichkeit, mit den neuen Mitteln des Tonfilms zu experimentieren. Dabei wurde nicht nur Betty Boops quietschende Synchronstimme, sondern auch der häufige Einsatz von langen Musik- und Gesangspassagen stilprägend. "Minnie the Moocher" ist in gewisser Hinsicht ein Vorläufer der modernen Musikclips.

 

Der hier verwendete Song, der schon kurz nach Erscheinen mit mehr als einer Million verkaufter Alben die Chars stürmte, war ein Riesenhit der frühen 1930er Jahre. Geschrieben und eingespielt wurde die Nonsens-Nummer durch den legendären Bandleader, Sänger und Komponisten Cab Calloway, der vielen noch durch seinen unvergessenen Auftritt im Film "The Blues Brothers" bekannt sein dürfte.


Der Film selbst ist ein herausragendes Beispiel für den Hollywood-Surrealismus in der Zeit der Weltwirtschaftskrise...und damit zugleich ein letztes Lebenszeichen der goldenen "Jazz-Ära"...mit ihrem unbändigen Drang zu hedonistischem Exzess, kreativer Freiheit und künsterlischer Innovation...ein Trip von einem Film...

 

Regie: Max Fleischer

 

Im Netz: http://en.wikipedia.org/wiki/Betty_Boop

   


26-1-13

Eine Produktion der

 

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Mit freundlicher Unterstützung von:

 

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